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Lebensretter-Auszeichnung

2019-06-29 20:00

Lebensretter-Auszeichnung für Oberlöschmeister Andreas Schabl

Im Rahmen der Sitzung des 135. Landesfeuerwehrtages in Trofaiach wurde Oberlöschmeister Andreas Schabl, der Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Nestelbach ist, aufgrund seiner außerordentlichen Leistungen mit dem Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold des Landesfeuerwehrverbandes Steiermark ausgezeichnet. Zum Sachverhalt: Am 29.07.2017, gegen 05:50 Uhr, kam es im Löschbereich der Freiwilligen Feuerwehr Kainbach bei Graz zu einem schweren Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person. Ein Lenker ist aus ungeklärter Ursache mit seinem Fahrzeug von der Straße abgekommen und seitlich in einen Baum geprallt. Oberlöschmeister Andreas Schabl von der Freiwilligen Feuerwehr Nestelbach bei Graz befand sich zu diesem Zeitpunkt gerade auf dem Weg zu seinem Arbeitsplatz, als er den Unfallort passierte. An der Unfallstelle sind bereits andere Verkehrsteilnehmer vorbeigefahren, ohne Hilfe zu leisten. Oberlöschmeister Andreas Schabl hielt sofort an, drehte um, löste durch die rasche Alarmierung die Rettungskette aus – und leistete dem verunfallten Lenker sofort Erste Hilfe. Im Rahmen seiner Hilfeleistung beobachte Kamerad Schabl, dass der Unfalllenker zwar gleichmäßig atmete, aber aus dem Mund blutete. Eine Folge schwerer innerer Verletzungen ¬ – wie sich etwas später herausstellte. Mittlerweile ebenfalls beim Unfallopfer eingetroffene Verkehrsteilnehmer bzw. Ersthelfer wirkten auf Oberlöschmeister Schabl ein, dass dieser den Unfalllenker über die Beifahrerseite aus dem Fahrzeug ins Freie bringen solle – was Kamerad Schabl jedoch, angesichts der offensichtlich schweren Verletzungen des Verunglückten, bis zum Eintreffen des Notarztes auf keinen Fall riskieren wollte. Eine Entscheidung, die sich für das Unfallopfer später als absolut richtig erwies. Eine Rippe hatte die Lunge des Verunfallten durchbohrt. Erst nach entsprechend intensiven Maßnahmen des Notarztes, konnte die, durch die Alarmierung von Oberlöschmeister Andreas Schabl rasch am Unfallort eingetroffene Freiwillige Kainbach bei Graz, den schwer verletzten Unfalllenker mittels hydraulischem Rettungsgerät schonend aus dem stark deformierten Fahrzeug befreien, sodass er nach weiterer Stabilisierung durch den Notarzt – mit dem inzwischen eingetroffenen Rettungshubschrauber – ins Unfallkrankenhaus geflogen werden konnte. Nach fast einem Jahr Therapie und Rehabilitation ist der damals verunglückte Lenker nun wieder vollständig genesen. Durch sein entschlossenes und umsichtiges Handeln hat Oberlöschmeister Andreas Schabl am Unfalltag das Leben eines Menschen gerettet. Durch eine voreilige und rasche Verbringung des Schwerverletzten aus dem Unfallfahrzeug – ohne notärztliche Aufsicht – hätte die in der Lunge steckende Rippe wohl noch größeren Schaden verursacht oder vermutlich sogar zum Tod geführt.

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